RATGEBER / 07 Konzert

Ein Briefing für eine Konzertproduktion vorbereiten

Trenne die Verantwortlichkeiten von Venue, Veranstalter, Künstler und Dienstleistern für Ton, Licht, Bühne, Crew, Backline und Tagesablauf.

DIE KURZANTWORT

Hier anfangen

Beginne mit dem bereits Gesicherten: Künstler, Datum, Venue und Veranstalter. Dokumentiere dann Raum und Publikumskapazität, Auftrittsplan, Stageplot, Ein- und Ausgangsanforderungen, Ton- und Lichtumfang, Backline, Crew, Zugang, Load-in, Soundcheck, Hospitality, Barrierefreiheit und Sicherheitsverantwortung. Bitte jede Partei zu markieren, was sie stellt, was sie erwartet und was ungeklärt bleibt.

Kläre diese Punkte vor der Anbieterauswahl.

  1. 01

    Welche Verantwortlichkeiten von Venue, Veranstalter und Künstler sind bereits vertraglich zugeordnet?

  2. 02

    Welche Produktion ist intern vorhanden, wird lokal gemietet oder reist mit dem Künstler?

  3. 03

    Welche technischen, Zugangs- und Zeitplanangaben können das Angebot verändern?

  4. 04

    Wer hat am Showtag die Befugnis für Produktionsentscheidungen und Änderungen?

Eine gemeinsame Verantwortungsmatrix erstellen

Viele Showprobleme entstehen nicht durch fehlendes Equipment, sondern durch Arbeit, von der jede Partei annahm, dass eine andere sie übernimmt.

Venue

Erfasse Raum, Kapazität, Sperrzeit, Bühne, installierte Systeme, Zugang, Hausregeln und benannte Venue-Kontakte.

Veranstalter

Kläre Verantwortung für Booking, Ticketing, lokales Marketing, Abrechnung, Personal, Hospitality und Koordination der Dienstleister.

Künstler

Liefere aktuelle Kontakte, Line-up, Auftrittslänge, Stageplot, technische Anforderungen, Backline, reisende Crew und Zugangsbedarf.

Dienstleister

Definiere genaues System, Personal, Betriebszeit, Transport, Aufbau, Tests, Bereitschaft und Abbau, die jeder Anbieter einschließt.

Technische Angaben abstimmen

Ein aktueller Stageplot und technische Spezifikationen reduzieren Vermutungen, doch die Venue muss bestätigen, was tatsächlich geliefert werden kann.

Bühne und Eingänge

Zeige Positionen, Instrumente, Mikrofone, DI-Anforderungen, Playback, Strom, Monitoring und Kommunikationsbedarf.

Ton

Trenne PA-Bereitstellung, Front of House, Monitore, Konsolen, Mikrofone, Systemtechnik und Anforderungen eines tourenden Engineers.

Licht und Visuals

Liste benötigte Lichtbedienung, Scheinwerfer, Steuerung, Cues, Haze, Projektion, Bühnenvisuals und showrelevante Einschränkungen.

Backline und Umbauten

Nenne Modelle nur bei Notwendigkeit, akzeptable Alternativen, gemeinsam genutzte Teile, Stimmung und wer Equipment zwischen Acts zurücksetzt oder bewegt.

Einen umsetzbaren Showtag planen

Einlass und Bühnenzeit zeigen Produktionsteams nicht, wann ihre Arbeit stattfinden kann.

Zugang und Load-in

Ergänze Fahrzeugzugang, Parken, Ladeweg, Treppen, Aufzüge, Lagerung und den frühesten Zutritt jedes Dienstleisters.

Aufbau und Checks

Plane Aufbau, Systemtest, Linecheck, Soundcheck, Lichtfokus, Umbauten und Puffer in der richtigen Abhängigkeitsreihenfolge.

Auftritt und Sperrzeit

Liste Setlängen, Umbauten, Zugaben, Venue-Sperrzeit und feste Grenzen, die der Ablauf einhalten muss.

Abbau

Kläre Abschaltung, Abrechnung, Load-out, Fahrzeugabfahrt, Lagerung über Nacht und wer gemietetes Equipment abnimmt.

Die Menschen schützen, die die Show umsetzen

Professionelle Produktion behandelt Zugang, Sicherheit und realistische Arbeitsbedingungen als Teil des Plans.

Befugnis und Kommunikation

Benenne Kontakte für Produktion, Bühne, Venue und Künstler sowie den Kanal für dringende Änderungen am Showtag.

Zugangsanforderungen

Stimme Mobilitäts-, Sinnes-, Kommunikations-, Assistenz- und Backstage-Anforderungen mit dem verantwortlichen Venue-Kontakt ab.

Gehör und Umgebung

Nutze fachkundige Anbieter und Venue-Verfahren für Schallbelastung, Elektrik, Rigging, Publikum, Effekte und Notfallverantwortung.

Arbeitszeit

Plane Pausen, Mahlzeiten, Reise und sichere Erholung für Crew und Fahrer. Ein Ablauf, der nur durch Erschöpfung funktioniert, ist nicht belastbar.

Ist das Briefing bereit?

Prüfe diese Liste vor einer Angebotsanfrage. Die aktuellen Vorgaben und die fachliche Beratung des ausgewählten Anbieters haben weiterhin Vorrang.

  • Verantwortlichkeiten von Venue, Veranstalter, Künstler und Dienstleistern sind zugeordnet.

  • Aktueller Stageplot und technische Spezifikation liegen bei.

  • Umfang von Ton, Monitoring, Licht, Visuals und Backline ist getrennt.

  • Hausequipment und tourendes Equipment sind klar unterschieden.

  • Load-in, Aufbau, Checks, Soundcheck, Einlass, Sets, Sperrzeit und Load-out haben Zeiten.

  • Umbauten und Support-Acts sind berücksichtigt.

  • Zugang, Sicherheit, Gehör und Arbeitszeit haben benannte Verantwortliche.

  • Showtag-Kontakte und Entscheidungsbefugnis sind dem Team bekannt.

Fragen für jeden Anbieter in der engeren Auswahl.

  1. 01

    Was ist installiert, was wird gemietet und was reist mit dem Künstler?

  2. 02

    Welche Teile der technischen Spezifikation dürfen nicht ersetzt werden?

  3. 03

    Wie viel Aufbau- und Umbauzeit benötigt das vorgeschlagene System?

  4. 04

    Wer darf am Showtag eine Produktionsänderung genehmigen?

  5. 05

    Welche Zugangs- oder Sicherheitsinformationen müssen vor Ankunft abgestimmt werden?

Quellen dieses Ratgebers

Externe Anforderungen können sich ändern. Öffne die aktuelle Quelle, bevor du dich auf technische, plattformbezogene oder rechtliche Details verlässt.

  1. 01
    Tech specs and stage plotsMusicians’ Union

    Aktuelle Fachhinweise zur Vorbereitung technischer Informationen für einen Liveauftritt.

  2. 02
    Green riders and artist hospitalityLive DMA

    Europäische Livemusik-Hinweise zu Ridern, Mobilität und geteilter Verantwortung von Venue und Künstler.